Hz. Albrecht von Preußen an M. [in Wittenberg]. Dt. - Puppen, 29. November [1549]

[1] A. dankt für das durch Friedrich Staphylus zugesandte Schreiben M.s vom 9. September [5620] und entschuldigt sich, daß er so spät und nicht eigenhändig antwortet.

[2] Er begrüßt, daß in [Kursachsen] keine kirchlichen Veränderungen stattfanden, bestärkt M. und seine Kollegen in ihrer Standhaftigkeit, beklagt die Verfolgung der Kirche

[3] und warnt vor der Annahme des [Interims]. Er mahnt zur Eintracht und will selbst seine Universität [Königsberg] und seine Untertanen bei der wahren Religion erhalten.

[4] Die Förderung des Erasmus Reinhold geschah aus Zuneigung zur Wissenschaft.

[5] Gegenseitige Fürbitte.

Fundort:
Amtliche Abschrift: Berlin SAPK (vorher Göttingen SAL), ehemals SA Königsberg, Ost. Fol. 30, p.1123-1127; Regest: Tschackert UB 3, 243 Nr. 2299. ‒ MBW.T 20 (erstmals publiziert).
Datierung:
Jahr aus dem Kontext des Folianten.
Nachtrag:
Der Absenderort ist Puppen (nicht: Poppen) zwischen Ortelsburg und Johannisburg, jetzt Spychowo; vgl. Osiander-GA 9, 262 u.ö.

Normdaten
Personen:

Albrecht von Preußen: GNDHagrid

Melanchthon: GNDHagrid

Reinhold, Erasmus: GNDHagrid

Staphylus, Friedrich: GNDHagrid

Orte:

Puppen: GeonamesHagrid

Wittenberg: GeonamesHagrid