Erasmus von Minckwitz an M. [in Nordhausen].
- Schwabach, 14. Juli 1547
[1] Von Veit Dietrich aufgefordert, berichtet Mi. über den gefangenen Kf. [Johann Friedrich von Sachsen] und sein Verhalten gegenüber [Lgf. Philipp von Hessen].
[2] Daß er auf dem nächsten [Reichs]tag freigelassen wird, wie manche annehmen, hält Mi. für unwahrscheinlich, weil ohne Freilassung des [Lgf.], der viel strenger bewacht wird, dadurch Kf. [Moritz von Sachsen] noch mehr beleidigt würde, und weil Kaiser Karl überhaupt nicht besänftigt ist. Mi., der vom Kf. zum Schicksalsgefährten erkoren wurde, ist von dessen vorbildlichem Christentum beeindruckt.
[3] [Anton Granvella] lehnte die Zurücknahme des Predigtverbots für Christoph Hoffmann ab und griff M. und [Martin] Bucer an.
[4] Vermutungen über den erwarteten Augsburger Reichstag und eine in Bamberg gedruckte Formel.
Fundort:
Flemming (1904), 27-30 Nr. 10.
‒ MBW.T 17.