M. an Hieronymus Baumgartner in Nürnberg.
- [Wittenberg], 10. April [1526]
[1] Der [Bamberger] Drucker [Georg] Erlinger brachte den Brief, in dem B. mitteilte, was der Nürnberger Rat über Eobanus [Hessus] und [Caspar] Borner beschlossen hat. M. erfuhr heute von Sigismund [Gelenius' Absage auf 437] und rät, ihm die Stelle offenzuhalten, da zwei Lateiner [Hessus und Michael Roting] und Joachim [Camerarius] als Gräzist zunächst genügen.
[2] Als Mathematiker kennt M. nur den [Johannes] Longicampianus; die beiden [Bamberger Johannes] Schöner und [Johannes] Eiber nicht. Simon [Funck? in Wittenberg] ist nur bedingt geeignet.
[3] Sein [Urlaubsgesuch, ⇨ 456.2] hat M. noch nicht eingereicht, da er bisher unabkömmlich war. Über des Erasmus Hyperaspistes [LB 10, 1249-1336; Allen 6, 262f Nr. 1667; Ausgewählte Schriften 4, 197-657] mündlich. Nürnberg soll keine Kirchenbräuche ändern.
Fundort:
CR 1, 792f Nr. 376; Suppl. 6/1, 317 Nr. 464.
‒ MBW.T 2.
Personen:
Baumgartner, Hieronymus: GND Hagrid
Borner, Caspar: GND Hagrid
Camerarius, Joachim: GND Hagrid
Erasmus von Rotterdam: GND Hagrid
Erlinger, Georg: GND Hagrid
Funck, Simon: GND Hagrid
Gelenius, Sigismund: GND Hagrid
Hessus, Eobanus: GND Hagrid
Longicampianus, Johannes: GND Hagrid
Melanchthon: GND Hagrid
Roting, Michael: GND Hagrid
Schöner, Johannes: GND Hagrid