[1] Ph. bestätigt das Schreiben vom 8.1. und deutet die gegenwärtige Heimsuchung als Sündenstrafe. Der Verlust an Truppen schwächt die Türkenabwehr.
[2] Ph. bedauert, daß G. keine Versöhnung zwischen Kf. [Johann Friedrich] und Hz. Moritz von Sachsen bewirkte. Ph. bemühte sich ebenfalls vergeblich. Man verwies ihn an den Kaiser [Karl V.] und an Kg. [Ferdinand].
[3] Ph. kann G.s Wunsch nach Verhandlungen nicht nachkommen, da auf der Gegenseite keine Bereitschaft besteht.
[4.1] Indessen zog [Maximilian] von Büren in das Gerauer Land Ph.s, eroberte Darmstadt und brandschatzte zwischen Rhein und Main.
[4.2] Frankfurt schloß mit ihm Frieden. Um Köln und Münster sammeln sich gegnerische Truppen.
[4.3] Württemberg, Ulm und viele oberländische Städte sollen sich mit dem Kaiser ausgesöhnt haben.
[4.4] Danach droht vom Kaiser und von Franken Gefahr.
[4.5] Auch in der eigenen Partei gibt es Intrigen.
[5] Trotzdem ist Ph. verhandlungsbereit.
[6] G. soll selbst und mit anderen auf Hz. Moritz und auf den Kf. einwirken.
[7] Ph. bedauert mit G. die Zwietracht unter den durch Religion und Verwandtschaft Verbundenen, sieht aber keinen Ausweg. Unterschrift, auch von S[imon] Bing.
[8] G. soll diesen Brief an M. weitergeben.