M. an Michael Meienburg in Nordhausen.
- [Wittenberg], 27. September [1546]
[1] Ruhe in [Wittenberg] und Umgebung. Über den Krieg in Bayern hat M. seit dem 12. September nichts gehört; man klagt über die Verzögerung; M. rechnet mit einer baldigen Entscheidung.
[2] Wegen des Leipziger Predigers Georg Mohr hat M. an dessen Frau geschrieben, weil Mohr wegen seiner Kritik an Kaiser Karls Kriegspolitik von den Räten des [Hz. Moritz von Sachsen nach Dresden] zitiert wurde. M. wird die Antwort schicken [⇨ 4412.2].
[3] In der Lausitz wird ein Vorstoß in kursächsisches Gebiet vorbereitet. Wenn Unruhe droht, wird M. Mbg.s Söhne [Christoph und Johannes] nach Hause schicken.
[4] Morgen findet eine Zusammenkunft [der Schmalkaldener] in Ulm statt; Klage der Städte. Fürbitte. Spitze gegen Fürsten und Ritter. Bitte um Nachrichten.
Fundort:
CR 6, 242f Nr. 3570.
‒ MBW.T 15.