[1] B.s Brief, den M. sechsmal vergalt, zeigt, daß B. weiterhin die bonae literae pflegt. Dies bringt ihn in Konflikt mit dem Studiengang, der ihm eine verderbte Philosophie vorschreibt.
[2] Gegen diese vertritt M. die andere Wissenschaft, die Verstand, Sitten und Gemeinsinn bildet und das Schöne erkennen läßt, durch deren Niederlage aber Heiliges und Profanes besudelt wurden.
[3] Einstmals wurde die Jugend nach Kenntnis der Grammatik von Rhetoren umfassend gebildet.
[4] Danach wurde sie mit schlechter Dialektik gefüllt. M. hält Dialektik für nötig. Er bekämpft diejenigen, die statt Aposteln Sophisten, statt Kirchenvätern Scholastiker vorsetzen und Erasmus, Reuchlin, Luther ablehnen.
[5] Bei der im Aufbruch befindlichen Bildungsreform kommt es entscheidend auf die Dialektik und ihr richtiges Verhältnis zur Rhetorik an. Anekdote von einem Sachsen [NN].
[6] M. will die Studenten zum rechten Gebrauch von Dialektik und Rhetorik anleiten, die beide denselben Gegenstand behandeln, wenngleich auf verschiedene Weise.
[7] Die Aufgaben der Dialektik und ihre Einübung in Disputationen.
[8] Die weitere Ausbildung führt zu Loci communes,
[9] zu den platonischen Mythen, Maximos von Tyros, vor allem aber zu Erasmus,
[10] schließlich zu Aristoteles, Cicero, Fabius [Quintilian]. Die späteren taugen nichts.