M. an Georg Spalatin [in Altenburg].
- [Wittenberg], 25. August 1543
[1] M. dankt für einen Willkommensgruß. Er betet für die [sächsischen] Gemeinden, denn er hat [am Niederrhein] die Not der Gemeinden gesehen und darüber dem Kf. [Johann Friedrich] von Sachsen berichtet [⇨ 3288f].
[2] Die von Bucer und M. verfaßte Kirchenordnung [⇨ 3239.1] wurde von Eb. [Hermann] von Köln mit dem Koadjutor [Gf. Adolf von Schaumburg], dem Domdekan Gf. [Heinrich] von Stolberg und anderen eine Woche lang je vier Stunden durchberaten, wobei M. des Eb.s Ausdauer und Urteilsvermögen bewunderte,
[3] und danach von einem Landtag als Grundlage für die Kirchenreform angenommen.
[4] Ein Teil des Domkapitels und namentlich [Johannes] Gropper erkennen nicht deren Notwendigkeit in dieser von Unwissenheit und heidnischem Aberglauben des Volkes geprägten Gegend. Hinderlich ist auch der [geldrische Erbfolge]krieg.
[5] Über [N.] Crumpeus hat M. nichts gehört. Der Arzt [Johannes Caesarius] lebt noch und sprach von Sp. In Bonn sind [Caspar] Hedio und Bucer [⇨ 3291]. Deutz hat einen gelehrten Prediger [NN].
Fundort:
Bds. 178-180 Nr. 243; C.Krafft: Theologische Arbeiten 2 (1874), 80f [H2176]; MSA 9, Nr. 445.
‒ MBW.T 12.