[1] M. ist in großer Aufregung wegen des C. [Berufung nach Leipzig]. Vor allem befürchtet er Gefahr durch [Hz. Ulrich von Württemberg], worüber er [2789] und wohl auch [Hieronymus Kammermeister] geschrieben haben. Gebet.
[2] M. hält die Universität Leipzig für dem C. angemessener, von der und dem [herzoglich sächsischen] Hofe C. begehrt wird, und er preist die Stadt.
[3] Ferner wird die Blüte der Universitäten [Wittenberg und Leipzig] der Kirche dienlich sein. Von dem nächsten [Reichs]tag erwartet M. nichts.
[4] Doch C. muß selbst entscheiden. Alle möchten ihn haben. Daß über C.s Bedingungen geantwortet wird, hat M. verlangt, was angesichts der Bereitwilligkeit von [Ludwig] Fachs, [Andreas] Camicianus, [Bernhard] Ziegler, Caspar Borner und des Kanzlers [Simon] Pistoris überflüssig war.
[5] Nach Empfang von C.s Brief fuhr M. sofort nach Leipzig. Da Fachs abwesend ist, hielt man den Boten zurück. Camicianus will sich für die Umzugskosten einsetzen. Doch gibt es Schwierigkeiten, zumal Hz. Heinrich [von Sachsen] gestorben ist, der allerdings für [Hz. Moritz] Ratgeber bestellte. Näheres über C.s Bedingungen in der Beilage [2795].
[6] M. verläßt Leipzig vor Fachs' Rückkehr, denn Camicianus, Ziegler und Borner werden C. alle Hilfe zuteilwerden lassen. Doch in [Tübingen] befürchtet M. Gefahren. Gebet. Grüße.