[1] Anläßlich der Krankheit von D.s Frau [Kunigunde] und Kindern und unter Bezugnahme auf das Leberleiden seiner eigenen Frau und seine Todeserwartung,
[2] gegen welche Spuren des Teufels er sich mit Christus tröstet,
[3] legt M. seine Ansicht über die Ehe dar. Die Verachtung der Frau erregt seinen Zorn. Vielmehr soll man dem schwächeren Geschlecht helfen,
[4] das auch von Gott durch die Gesellschaftsordnung geschützt wird.
[5] Schließlich ist die Ehe ein Abbild der Liebe Christi zur Kirche.
[6] M. hat gegenwärtig Zeit für solche Betrachtungen. Die vorbildliche Haltung seiner Tochter [Anna Sabinus] in ihrem Unglück brachte M. auf den Gedanken, einmal die Beispiele zu sammeln, in denen bedeutende Frauen (Heroiden) große Widerwärtigkeiten mit Frömmigkeit und Kraft ertrugen.
[7] In diesem Jahr starben u.a. [Guillaume] Budé, Eobanus [Hessus], der junge Wolfgang von Einsiedel.
[8] In Worms wird seit acht Tagen nur über die Modalitäten verhandelt.