[1] Vor zehn Jahren hatte [Euricius] Cordus im Gespräch mit M. [vermutlich auf dem Augsburger Reichstag] den Hz. gerühmt, weil er in seinem Unglück [Gefangenschaft seit 1519, zuerst durch Bf. Johann von Hildesheim, seit 1523 durch W.s Bruder Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel] Erleichterung durch Lektüre vor allem von Geschichtswerken gefunden hat. M. begrüßte es damals, daß sich W. nicht wie Dionysios [II. von Syrakus] und [Marcus] Antonius den Lüsten ergab, sondern sich wie Themistokles, David, Kg. Alfons von Neapel und die alten Welfen, seine Vorfahren, verhielt.
[2] Von Johannes Duderstadt hat M. gehört, daß der Hz. eine Trostschrift verfaßt hat. Er bittet ihn, diese zu veröffentlichen, und bietet dafür seine Hilfe an.
[3] M. beglückwünscht den Hz., daß er an die Regierung zurückgekehrt ist [durch Unterzeichnung des Primogeniturvertrags für das Hzt. Braunschweig-Wolfenbüttel vom 16.11.1535, wodurch W. auf alle Ansprüche auf Mitregentschaft verzichtete und sich mit Wohnrecht in Gandersheim begnügte, erlangte er die Freiheit; erst am 19.3.1541 wurde er Komtur der Johanniterkommende Mirow in Mecklenburg], und bittet ihn, auf der bevorstehenden Versammlung in Speyer [⇨ 2428.2 u.ö.] zum Frieden in Deutschland beizutragen.