M. an Friedrich Myconius in Gotha.
- [Jena, 23. Oktober 1535]
[1] Caspar Borner, der M., Myc. u.a. von Leipzig nach Wittenberg [und zurück, ⇨ 1629] begleitet hat, schickt Myc. einen Bericht über die dabei erwähnten italienischen Ereignisse und erbittet als Gegengabe einen genauen Bericht über den Münsterischen Aufruhr.
[2] M. dankt, daß Myc. dem gleichwohl unverschämten Jakob [Schenck?] Geld gegeben hat.
[3] Unter Bezugnahme auf seine Klagen [⇨ 1641] über die durch [Kf. Johann Friedrich] erlittene Beleidigung [anläßlich der Einladung nach Frankreich] versichert M., daß er sich inzwischen darüber beruhigt hat.
[4] Christian Beyer ist gestorben. [Gregor] Brück geht es gut.
Fundort:
CR 2, 960f Nr. 1347.
‒ MBW.T 6.
Datierung:
Datum: Sonnabents. Da Beyer am Donnerstag dem 21. Oktober 1535 in Weimar starb (WAB 13, 237), erwähnte M. diese Nachricht gewiß nicht erst am 30.
Nachtrag:
Regest 1 zu berichtigen: ... schickt Myc. die Geschichte Italiens [des Marcus Antonius Coccius Sabellicus] ... Zu Borners Beschäftigung mit Sabellicus vgl. Richard Kallmeier, Caspar Borner in seiner Bedeutung für die Reformation und für die Leipziger Universität, Diss. phil. Leipzig 1898, 26.