M. an Joachim Camerarius in Nürnberg.
- [Wittenberg], 14. Mai [1534]
[1] Das Unternehmen des [Lgf. Philipp von Hessen], zu dem die [Wittenberger Theologen] nicht gefragt wurden und das [Kursachsen] nicht billigte, könnte von M. hingenommen werden, wenn es nur um die Rückführung des [Hz. Ulrich von Württemberg] ginge. Doch verfolgt der [Lgf.], den M. von allen Fürsten am höchsten schätzt, noch andere Ziele, die M. nicht durchschaut. Deshalb schickt er sich angesichts der Reformunwilligkeit der Kirche in Gottes Willen.
[2] M. weist das Gerücht über [die Schließung der Universität?] Marburg zurück.
[3] Schilderung einer Gespenstererscheinung in Kassel, die dem Lgf. nach zwei Niederlagen den Endsieg über den Kaiser verhieß, was der Lgf. nicht glaubte.
[4] M. will C. besuchen.
Fundort:
CR 2, 728f Nr. 1191; Cod.I, 191 und II, 16; vgl. Druffel (1876), 505; MSA 8, Nr. 260.
‒ MBW.T 6.
Nachtrag:
Regest 1 zu berichtigen: ... Rückführung des jungen [Christoph] ... Ferner Fundstelle zu berichtigen: II, 17 (nicht: 16).