Bericht über die Niederlage [von Kappel]:
[1] Feindschaft der schweizerischen Fünf Orte mit Zürich, auch Bern u.a., da durch die Reformation das Reislaufen verboten wurde, wodurch die mühelos erlangten französischen Pensionen versiegten. Übergriffe waren die Folge.
[2] Der u.a. durch die Verbrennung des [Jakob Kaiser] 1529 ausgelöste [Erste Kappelerkrieg] wurde u.a. durch Straßburg beigelegt. Doch da die Fünf Orte den [Ersten Kappeler Landfrieden] nicht einhielten, wurde seit Juni eine Blockade verhängt.
[3] Vergebliche Vermittlungsversuche.
[4] Angriff durch vier Orte und übereilter Aufmarsch der Zürcher, veranlaßt durch den Verräter [Hans Andres].
[5] Das Kampfgeschehen des 11. Oktober und Zwinglis Tod. Rettung der Zürcher Fahne.
[6] Die militärische Lage in der Schweiz und die Haltung von Kg. Ferdinand, Kg. [Franz I. von Frankreich], Kaiser und Papst [Clemens] (Aleander, Konzil).
[7] B. würdigt Zwingli, distanziert sich aber wie schon mündlich in Nürnberg [am 29./30. September 1530] von kriegerischem Einsatz für das Evangelium.
[8] B. hofft, daß nicht auch noch Oekolampad nach schweizerischer Sitte mit dem Basler Hauptbanner ausrücken muß.
[9] Gegen die angebliche Kriegsschuld Zwinglis stellt B. die ständigen Übergriffe (u.a. Schändung einer Frau) und die sittliche und religöse Verkommenheit dieser Anhänger von [Johannes] Fabri und [Thomas] Murner.
[10] Grüße an Luther, Jonas u.a.