M. an Joachim Camerarius in Nürnberg.
- [Wittenberg], 17. März [1531]
[1] C. soll durch den sofort zurückkehrenden Überbringer [NN] antworten, denn M. ist über sein Schweigen beunruhigt
[2] und erfährt nichts Politisches. Doch die täglich verkehrenden Boten des [Lgf. Philipp von Hessen] lassen Gefahren ahnen. Gebet.
[3] Die Dichtung [Publius Porcius, Pugna porcorum. Augsburg, Heinrich Steiner, 1530] stammt nach M.s Meinung von [Vincentius] Obsopoeus. Auch Cochlaeus und Karlstadt veröffentlichen feindselige Bücher.
[4] Luther ist durch Krankheit am Schreiben gehindert. Auch M. kommt mit der Apologie zu langsam voran.
[5] C. soll den Gerüchten über eine Verständigung zwischen Luther und Bucer in der Abendmahlsfrage keinen Glauben schenken; Bucer verbreitet Lügen.
Fundort:
CR 2, 487f Nr. 968; Cod.II, 206 mit ungedrucktem Zettel zwischen f.204 und 205.
‒ MBW.T 5.