M. an Martin Luther [auf der Coburg].
- [Augsburg], 22. August [1530]
[1] M. berichtet über die gestern beendeten Verhandlungen des [Vierzehner]ausschusses, dem Hz. Heinrich von Braunschweig[-Wolfenbüttel], [Bf. Christoph] von Augsburg, [Johannes] Eck, [Johannes] Cochlaeus, [Konrad] Wimpina angehörten; Hz. Georg [von Sachsen] trat später an die Stelle Hz. Heinrichs, weil dieser zu [Lgf. Philipp von Hessen], der ein Heer aufstellen könnte, gehen mußte.
[2] Es wurden die Themen Rechtfertigung sola fide, Ablaß und Genugtuung, Verdienst und
[3] Laienkelch behandelt.
[4] Über Messe, [Mönchs]gelübde, [Priester]ehe wurden lediglich unannehmbare Vorschläge gemacht. Abschätzung der Kriegsgefahr. Die Zugeständnisse der Partei M.s waren Obödienz und Jurisdiktion der Bischöfe und Wiedereinführung von Zeremonien.
Fundort:
CR 2, 299f Nr. 854; WAB 5, 554-556 Nr. 1691 mit 13, 174; MSA 7/2, 266-269 Nr. 209.
‒ MBW.T 4.