M. an Martin Luther [auf der Coburg].
- [Augsburg], 6. August [1530]
[1] Durch Mangel an Boten verzögerter Bericht über die Verlesung der Confutatio am 3. August — bei der M. nicht anwesend war — und über die kaiserliche Erklärung. Die Confutatio ist törichter als alle Schriften [Johannes] Fabris, insbesondere ihre Stellungnahme zu Laienkelch und Messe. Joachim [Camerarius] sagte darauf zu M., er zerbreche sich unnötigerweise den Kopf über die Traditionen.
[2] Über die Verhandlungen zwischen Kaiser und Fürsten um die Aushändigung der Confutatio, wobei [Eb. Albrecht von] Mainz, [Kf. Joachim I. von Brandenburg] und [Hz. Heinrich von] Braunschweig[-Wolfenbüttel] vermittelten.
[3] Die Confutatio hat die Stimmung der [Evangelischen] gehoben. M. wirft [Kf. Johann und Hz. Johann Friedrich von Sachsen] diplomatisches Versagen vor. L.s Fürbitte. Lgf. [Philipp von Hessen] gibt sich bescheiden; er sagte zu M., um des Friedens willen würde er jede ohne Schaden des Evangeliums mögliche Bedingung annehmen.
Fundort:
CR 2, 253f Nr. 824; WAB 5, 536-538 Nr. 1677 mit 13, 171; MSA 7/2, 250-252 Nr. 201.
‒ MBW.T 4.